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Die Planetenfahrer - Eine Analyse
Statement von Frank Köllges, Gründer und künstlerischer Leiter des Projektes:
Die Planetenfahrer helfen vor dem Hintergrund, daß das Ende wichtiger Ökosysteme
und Lebensräume naht, neue Lehr- und Schulungsprogramme zu finden, die vor
allem jungen Menschen vor den Folgen des erzwungenen Abschieds von traditionellen
Lebens- und Arbeitsformen bewahren soll. Den Konsumwünschen einer materialistischen
Anspruchsgesellschaft stehen zunehmend die durch die verschiedenen Anspruchsgruppen
gesetzten Rahmenbedingungen einer sozial ökologischen Gesellschaft gegenüber.Der
selbstverständliche Umgang mit weltweit vernetzten neuen Technologien in
der High-Tech Gesellschaft ist in Einklang mit der Suche nach Individualität
und emotionalem Erlebnis der High-Touch Gesellschaft zu bringen. Umgekehrt
führen in einer durch sinkende Arbeitszeiten gekennzeichneten Freizeitgesellschaft
die Vorabforderungen der Konsumenten der Instant-Gesellschaft die Unternehmen
in Zugzwang, Produkte mit eindeutigem Zeitvorteil zu realisieren. Alle Trends
spielen sich weiterhin im Spannungsfeld zwischen der globalen Gesellschaft
und nach regionaler Identität suchenden lokalen Gesellschaft.Eine zentrale
Aufgabe der Planetenfahrer ist, zu verdeutlichen, daß kulturelle Unterschiede
eine Ressource sind und damit das übergreifende Kulturverständnis wichtig
für das eigene Überleben ist.Das Hilfsmittel für die Aufgabe der Planetenfahrer
ist die Brotmaschine. Die Brotmaschine spiegelt den Fit, d.h. die Übereinstimmung
zwischen eigener Person, Talent und gewinnbringendem Einsatz derselben wider.
A) Umweltanalyse und -prognose
Die Rahmenbedingungen der Planetenfahrer sind gleichermaßen durch ökologische,
politisch-gesellschaftliche, wirtschaftliche und technologische Herausforderungen
geprägt.
- 1) Globale
Herausforderungen
- Ökologische Herausforderungen
- Globale Umweltrisiken
- Ökologische Publizitätspflichten
- Neue Betroffenheitsdimensionen (z.B. Abrutschen eines Gletschers,
Hurrikan, klimatische Veränderungen)
2.Politisch gesellschaftliche Herausforderungen
- Multikulturelle Gesellschaft
- Soziodemographische Veränderungen
- Neue Lebens- und Arbeitsformen
- Schere zwischen Arm und Reich
- Arbeitslosigkeit
3.Wirtschaftliche Herausforderungen
- Wirtschaftliche Integration in bestehende Staatengemeinschaften (z.B.
Osteuropa, NAFTA)
- Moderates Weltwirtschaftswachstum
4.Technologische Herausforderungen
- Neue Medien
- Ablösung Handwerk durch automatisierte Massenprozesse
5.Fazit
Den Planetenfahrern stellt sich die Aufgabe weltweit sowohl auf noch erhaltene
Gegebenheiten (z.B. funktionierende Ökosysteme) als auch zerstörte Dinge
(z.B. zerstörte Erdregionen) aufmerksam zu machen. Die Aufmerksamkeit soll
beispielsweise durch audiovisuelle Beschallung erreicht werden. Ziel der
Planetenfahrer ist es, Zeichen in Form von bleibenden oder vergänglichen
künstlerisch wissenschaftlichen Mahnmalen zu setzen.
2) Wettbewerbssituation
Anhand der Kriterien Verdeutlichung von Umweltproblemen und Schaffung eines
kulturellen Mehrwertes soll die Wettbewerbssituation momentan existierender
Schiffsprojekte deutlich gemacht werden.
B) Unternehmen Planetenfahrer
1.Ziel der Planetenfahrer
- Verringerung der Arbeitslosigkeit
- Förderung individueller Stärken und Kompensation der Schwächen
- Erhöhung der Lebensqualität
- Bewahrung der natürlichen Ressourcen
- Förderung der Mobilität
- Unterhaltungswert
Die Planetenfahrer möchten vor allem die heranwachsenden Menschen mit den
jeweils individuellen Talenten vertraut machen. Dieses beinhaltet auch die
Förderung der Mobilität. Durch die frühe Erschließung der persönlichen Stärken
kann sich jeder Mensch seine eigene Brotmaschine erstellen, die es ihm ermöglicht
seine Talente in unterschiedlichen Kulturen gewinnbringend einzusetzen und
so Ressourcen zu schonen und Arbeitslosigkeit zu verringern.
2.Brotmaschine
Brotmaschine ist ein Synonym für ein mobil auszuführendes Handwerk bzw.
eine Tätigkeit. Die Brotmaschine eines Musikers zum Beispiel, ist sein
Instrument. Spielt ein Musiker an einem festen Ort in einer Band kann
es für diesen Musiker ein Problem darstellen, wenn sich die Band plötzlich
auflöst oder die Auftritte ausbleiben. Ist derselbe Musiker jedoch in
der Lage sein Talent Musik zu machen, an unterschiedlichen Orten anzuwenden,
kann er sich über den Tausch von Musik, z.B. gegen Lebensmittel (Brotmaschine)
oder auch Unterkunft, davor bewahren, arbeitslos zu werden.Die Planetenfahrer
wollen möglichst vielen (jungen) Menschen helfen, ihre Brotmaschinen
zu finden, die aus allen möglichen Berufen erschlossen werden
können. Dieses geschieht durch die Präsentation der unterschiedlichen
Brotmaschinen der Planetenfahrer.
- Die Universität Das Schiff wird als Universität (in der Rechtsform
der Stiftung) verstanden. Auf dem Schiff haben die Planetenfahrer,
die sog. Meister ihre jeweiligen Brotmaschinen, mit denen sie an
den Landstationen ausschwärmen. Nach der Rückkehr auf das Schiff
werden die Erfahrungsberichte als Lehrmaterial für kommende Generationen
aufbereitet. Die Präsentationen der jeweiligen Brotmaschinen erfolgt
mit technischen Hilfsmitteln. Die Planetenfahrer sind an Land unterwegs
in 7-15 Tonnen Allradtrucks. Sie bieten genug Raum für alle technischen
und lebensnotwendigen Utensilien und können auch als Wohnzelt ausgebaut
werden. Oder sie reisen mit, für diesen Zweck entwickelten
Rikshas, die asketischere Variante, für überschaubare Ausflüge.
- Anforderungen an die Planetenfahrer
- Internationalität
- Bereitschaft zu einem vorbereitenden Training von 6 Monaten mit folgenden
Inhalten:
- Erschliessung und Umgang mit der Brotmaschine
- Darstellerische Qualitäten bzw. Erlernen dieser im Training (Stimme,
Gebärdensprache, Performancetechniken etc.)
- Konditionstraining für Körper und Geist, Prophylaxe vor Krankheit
- Ernährung
- Erste Hilfe und Selbsthilfe in Not
- Wartung von Fahrzeugen, technisches und elektronisches Verständnis
- Kulturwissenschaften
- Diplomatische Verhaltensweisen
- Konvoischulung
- Ausbildung von Führungsqualitäten
- Klima
3.Organisation der Planetenfahrer Die Planetenfahrer werden i.d.R.
in einem Team das Schiff verlassen. Die Teams werden sowohl länderspezifisch
als auch funktionsspezifisch zusammengesetzt, so daß in einem Entwicklungsland
das Team aus Landeskennern und den Planetenfahrern besteht, deren Brotmaschinen
am nötigsten gebraucht werden.
4.Aufgabe der Planetenfahrer
1. Zielgruppenanalyse
Damit die Planetenfahrer zielgerichtet vorgehen können, muß vorher
überlegt werden, welche weltweite Zielgruppe vor allem angesprochen
werden soll, damit möglichst viele Synergieeffekte entstehen. Um die
Intention der Planetenfahrer deutlich zu machen, ist eine große Zielgruppe
wichtig. 2. Olympiade Eine Möglichkeit wäre z.B. der Auftritt
der Planetenfahrer bei der Olympiade bzw. den vorbereitenden Wettkämpfen.
Zu diesen i.d.R. internationalen Veranstaltungen erscheinen neben
den Sportlern auch viele Fans, so daß ein breites Publikum sicher
ist. Viele Sportler wissen nach Beendigung ihrer Leistungssportkarriere
nicht, wie es weitergehen wird. Eine Aufklärung über die unterschiedlichen
Arten von Brotmaschinen und Beschäftigungsmöglichkeiten vor so einem
breiten Publikum kann eine große Resonanz bedeuten. Ein weiterer Vorteil
ist die vorhandene Infrastruktur bei diesen Massenveranstaltungen.
Eine medienwirksame Berichterstattung in Zusammenhang mit Sport ist
gewährleistet. 3.Entwicklungshilfe Eine andere Möglichkeit
wäre die Zielgruppe der entwicklungsbedürftigen Länder. Das Konzept
der Brotmaschinen wird hier in erster Linie als Hilfe zur Selbsthilfe
eingesetzt. Der Zielgruppe wird sowohl Bildung als auch neue Techniken
des Handwerks etc. als auch die Ausbildung der eigenen Brotmaschine
näher gebracht. Hier sind die zahlreichen Verbände und Organisationen
zu gewinnen, um eine mediengerechte Darstellung und eine Dokumentation
der Erfolge zu gewährleisten.
- 4. Einsätze der Planetenfahrer
Der jeweilige Einsatz der Planetenfahrer soll eine Mischung aus künstlerischer
Aktion, wissenschaftlichem Hintergrund (welche Tauschmechanismen und
Umweltspezifika gibt es an dem Ort) und Übertragung der Ereignisse (im
Idealfall live) bilden. Eingebunden werden die Aktivitäten, die vom
Schiff ausgehen.
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5.Das Schiff
Das Schiff gehört Net-Lloyd, Liegeplatz Rotterdam.Der Entwurf des
Ausbaus erfolgt durch Hans Köllges. Es sind Konferenzräume, Privaträume,
Sponsorenkabinen, Kommunikationsinstallationen, Probe- und Erholungsräume
vorgesehen, sowie Werkstätten für Holz, Metall, Druck, Stoffe,
Film, Ton,-und Videoediting
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6.Zeitrahmen
Der Start ist für 2002 geplant. Die Reise soll für die erste
Crew mindestens 3 Jahre betragen. Die Gesamtlaufzeit beträgt
10 Jahre.
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7.Finanzierungsbedarf
Eine Stiftung von 100 Millionen Euro für die eigentliche
ReiseStartbudget für das Casting der Planetenfahrer von 150 000 Euro1,7
Millionen Euro für das 6 monatige Training vor Beginn der ReiseSachsponsoren
für die Trucks, Technik, Kleidung und Medienausrüstung
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8.Kommunikation und Vermarktungsansätze
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Kommunikation Zusammenarbeit mit der regionalen Presse (Zeitung,
Fernsehen, Radio) sowie der überregionalen Nachrichtendienste und
Fernsehsender; Livedokumentation im InternetKooperation mit den Verbänden
und Organisationen der Zielgruppe (regelmäßige Berichterstattung)Organisation
von Presseevents
- Vermarktungsansätze
SoapMerchandisingAufbau einer Kulturmarke
- Relative Stärken und Schwächen
Stärken
- Besetzung Marktnische vor allem im Hinblick auf Ausbildung
- Förderung der Mobilität
- Know How Transfer
- Entwicklung Kulturverständnis
Schwächen
- Finanzierung
- noch keine Zielgruppe
C) Schlussfolgerung Die proplanetarische
Aufgabe, die sich den Planetenfahrern stellt, ist die Durchführung von Aktionen,
Lehren, Aufgaben, Experimenten, Erfindungen und Forschungen, die der Erhaltung
der lebensnotwendigen Ressourcen des Planeten Erde dienen.Folgende kritische
Faktoren müssen gegeben sein, um das Projekt erfolgreich zu machen:Regierungen
sehen den Handlungsbedarf in ihrem Land und stellen den Planetenfahrern
entsprechende Plattformen zur Verfügung.Die Planetenfahrer haben unterschiedliche
nationale Herkünfte und decken möglichst viele Kulturen ab.Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Finanzierungs- und Sponsorenkonzept
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